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Industriedenkmal

Grube Füsseberg

Industriedenkmal · Westerwald · 267 m · Heute geöffnet
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  • Stollenportal Grube Füsseberg
    Stollenportal Grube Füsseberg
    Foto: VG Daaden-Herdorf
Die Eisenerzgrube Füsseberg – Friedrich Wilhelm (auch Füsseberg oder Fuss genannt) war eines der wichtigsten Eisenerzbergwerke im Siegerländer Erzrevier.
Grube Füsseberg in Daaden

Die Grube Füsseberg wird im Jahre 1708 erwähnt. Laut Grubenbericht sind 1799 ein Steiger, vier Hauer und zwei Schmiede beschäftigt. Als Besitzerin wird die „Altmahlscheider Gewerkschaft“ genannt. Diese verkauft ihre Anteile 1837 an eine englische Bergbaugesellschaft. Als 1872 Krupp/Essen die Grube übernimmt, wird erstmals umfangreich modernisiert und es sind bereits 50 Bergleute tätig. Doch schon 1892 wird die Grube stillgelegt, da die vorhandenen Gangmittel abgebaut waren. Der Zeitpunkt für die enorme Ausweitung des Erzbergbaus kam mit dem Jahr 1899, als man der Errichtung einer Tiefbauanlage. 1908 wurde die Grube an die Reichsbahn angeschlossen und ein 1913 nahm die Nassaufbereitung des Erzes ihren Betrieb auf, zwei Jahre später die elektromagnetische Aufbereitung.

Von 1925 bis 1929 mussten wegen Konkurrenz durch billige Auslandserze allerdings wieder erhebliche Einbußen hingenommen werden. Dafür war in der Wirtschaftskrise 1931/1932 der Füsseberg oder der „Fuss“, wie er von den Bergleuten genannt wurde, die einzige der Kruppschen Gruben, in der der Betrieb aufrechterhalten wurde. Nachdem im Jahr 1937 mit der Grube Friedrich-Wilhelm auf der 17. Sohle ein Verbundbetrieb hergestellt wurde, bedeute dies den größten Betrieb aller Siegerländer Spateisengruben mit einem unter Tage betriebenen Streckennetz von über 35 km.

Der Schacht Füsseberg wurde Hauptförderschacht mit einer Teufe (Tiefe) von 1.046 m und erhielt eine neue elektrische Fördermaschine. Dort wurde auch eine zentrale Aufbereitung sowie eine Röstanlage errichtet. Während dieser Betriebsperiode konnte eine Monatsförderung von 30.000 Tonnen Roherz erreicht werden. Doch auch die Grube Füsseberg wurde vom großen Grubensterben im Siegerland nicht verschont. Sie wurde am 31. März 1965 geschlossen.

Heute erinnern Bergbaurelikte und eine Informationstafel am Füsseberger Erbstollen an vergangene Zeiten. Die Geschichte des heimischen Bergbaus ist auch im Heimatmuseum des Daadener Landes (Bürgerhaus Daaden) gut dokumentiert. Der markierte Grube - Wanderweg Daadener Land – Herdorf soll an die Zeit des Erzbergbaus und an die Verhüttung der gewonnenen Erze zu Stahl und Eisen im Tal der Daade erinnern. Er führt die Wanderer an historische Stätten alter Bergbautradition und vermittelt so interessante Einblicke in die schwere Arbeit vergangener Generationen.

Öffnungszeiten

Heute geöffnet
Sonntag00:00–24:00 Uhr
Montag00:00–24:00 Uhr
Dienstag00:00–24:00 Uhr
Mittwoch00:00–24:00 Uhr
Donnerstag00:00–24:00 Uhr
Freitag00:00–24:00 Uhr
Samstag00:00–24:00 Uhr
Nur ehemaliges Stollenportal. Betreten der Anlage ist nicht möglich.

Koordinaten

DD
50.751210, 7.943480
GMS
50°45'04.4"N 7°56'36.5"E
UTM
32U 425469 5622691
w3w 
///stehen.vereinbaren.bauland
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad
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Betzdorfer Str. 170
57567 Daaden
Telefon +49 2743/929-118
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